Eigenschaften

Larven der Schwarzen Soldatenfliege stellen eine natürliche und nachhaltige Quelle für tierisches Protein, Fett und Chitin dar. Besonders in der modernen Tierernährung gewinnen Insektenproteine zunehmend an Bedeutung, da tierische Eiweißquellen seit den Veränderungen der Futtermittelgesetzgebung nur noch eingeschränkt verfügbar sind.

In der praktischen Fütterung von Geflügel und Ferkeln zeigt sich jedoch weiterhin ein Bedarf an hochwertigem tierischem Eiweiß – eine Lücke, die durch Insektenlarven effektiv geschlossen werden kann.

Fütterungsversuche belegen, dass insbesondere die Verfütterung lebender Larven zu einer messbaren Leistungssteigerung der Herden führen kann.

Mehr als nur Protein

Neben ihrem hohen Nährwert besitzen BSF-Larven zusätzliche funktionelle Eigenschaften.

Antimikrobielle Wirkung

Die Larven enthalten natürliche antimikrobielle Peptide, sogenannte Defensine, die sie selbst vor mikrobiologisch anspruchsvollen Substraten schützen.

Diese positiven Effekte können auch in Tierbeständen beobachtet werden. Untersuchungen zeigen unter anderem eine deutliche Reduzierung der Mortalität in Legehennenherden.

Wertvolle Fettsäuren

Insektenlarven bestehen zu rund 30 % der Trockenmasse aus Fett.
Besonders hervorzuheben ist die enthaltene Laurinsäure, die antibakterielle Eigenschaften besitzt und in der Tierhaltung zur Stabilisierung der Tiergesundheit eingesetzt wird.

Der erhöhte Energiegehalt kann zudem:

  • die Leistungsfähigkeit der Tiere unterstützen
  • die Eigröße bei Legehennen positiv beeinflussen
  • den Anteil größerer Eier erhöhen

Chitin – Unterstützung für die Darmgesundheit

Ein weiterer natürlicher Bestandteil der Larven ist Chitin.

Obwohl es nur begrenzt verdaulich ist, wirkt es positiv auf:

  • allgemeine Darmgesundheit
  • Darmstruktur und Verdauung
  • Darmtransit

Natürliches Fressverhalten fördern

Die Verfütterung lebender Larven entspricht dem natürlichen Nahrungssuchverhalten vieler Nutztiere – insbesondere von Geflügel.

Die Tiere werden:

  • zur Futteraufnahme aktiviert
  • sinnvoll beschäftigt
  • ruhiger und ausgeglichener

Dies kann insbesondere bei Problemherden hilfreich sein.

Einsatzempfehlung

Unsere Empfehlung:

ca. 10 g Larven pro Tier und Tag
(entspricht etwa 100 Maden)

Bei dieser Einsatzmenge lassen sich die beschriebenen positiven Effekte zuverlässig beobachten.

Der Einsatz lebender Larven kann unter anderem unterstützen bei:

Federpicken in Geflügelbeständen

Schwanzbeißen in der Ferkelhaltung

Stabilisierung nach der Mauser bei Legehennen